Das Verteilnetz im Wandel:

Von der Verteilung an die Verbraucher zur Sammlung der Erzeugung

Unser Stromversorgungssystem ist in Spannungsebenen aufgebaut. Je niedriger die Spannung, desto höher sind die Übertragungsverluste. Desto einfacher und ungefährlicher ist aber auch der Umgang mit der elektrischen Leistung. Zum Verteilnetz gehört die Hoch- (110 kV), Mittel- (6 kV – 40 kV) und Niederspannungsebene (230 V – 400 V).  Zur Änderung der Spannung zwischen den Spannungsebenen werden Transformatoren genutzt.

Erneuerbare Energien-Anlagen verändern die Aufgaben des Verteilnetzes

Traditionell dient das Verteilnetz der Verteilung der elektrischen Energie an die Verbraucher, während die Erzeuger (Großkraftwerke) den Strom auf einer höheren Spannungsebene – der Höchstspannungsebene – einspeisen. Kraftwerke zur erneuerbaren Energieerzeugung haben meist geringere Kapazitäten als die konventionellen Großkraftwerke, daher werden sie meist in den Verteilnetzen angeschlossen. Durch diese Änderung stellen sich neue Herausforderungen an die Verteilnetze.

Probleme können durch Netzausbau oder durch intelligente Steuerung gelöst werden

In Verteilnetzen, in denen eine hohe Kapazität an erneuerbaren Energien-Anlagen installiert ist, kann es zu Betriebsmittelüberlastungen und zu Verletzungen des Spannungsbandes kommen. Wetteränderungen führen zu einem fluktuierenden Leistungsbezug der Verteilnetze, was sich negativ auf Systemstabilität auswirken kann. Die Probleme können durch Netzausbau überwunden werden. Alternativ kann das Netz mithilfe einer Kommunikationsinfrastruktur und intelligenten Steuerungsalgorithmen zu einem Smart Grid umgebaut werden.

In beiden Fällen sollte der Umbau durch erfahrene Experten begleitet werden, die anhand von Simulationen die technische Umsetzung und Kosteneffizienz der Maßnahmen überprüfen.

In Kürze
  • Der Großteil der erneuerbaren Energien-Anlagen wird im Verteilnetz installiert.
  • Durch die Einspeisung ergeben sich Probleme im Bereich der Spannungshaltung, Betriebsmittelbelastung und Systemstabilität.
  • Die Herausforderungen können durch Netzausbau oder durch zusätzliche Kommunikation (Smart Grid) gelöst werden.

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