Hybridsysteme auf indonesischen Inseln können zum Erreichen der nationalen Erneuerbare-Energien-Ziele beitragen

Zusätzlich zu den fünf Hauptinseln verteilt sich Indonesien auf mehr als 17.000 kleinere Inseln zwischen Indischem und Pazifischem Ozean. Neben dem Regierungsziel von landesweit 23% Strom aus erneuerbaren Energien für 2025 sprechen auch wirtschaftliche Gesichtspunkte für den Ausbau erneuerbarer Erzeugung auf diesen Inseln, da die hauptsächlich dieselbasierte Stromerzeugung auf den Inseln teils erheblich teurer ist als solche aus erneuerbaren Quellen.

Als Startpunkt des GIZ-Projektes REEP 1000 Islands, in dessen Rahmen technische Unterstützung für die Erneuerbaren-Integration auf einer Vielzahl von indonesischen Inseln geleistet werden soll, wird Energynautics Integrationsstudien auf zwei Inseln durchführen. Während auf der kleineren der beiden Inseln noch keine durchgehende Stromversorgung existiert und das Netz nur von 18 bis 6 Uhr in Betrieb sind, wird die größere Insel durchgehend von einem Kohlekraftwerk und großen Dieselgeneratoren versorgt. Auf beiden Inseln soll die mögliche Umsetzung des Ziels von 23 % Erneuerbaren untersucht werden. In diesem Rahmen werden Netzstudien durchgeführt und technische Maßnahmen erarbeitet, die die Integration von entsprechenden PV- und Biomasse-Kapazitäten ermöglichen. Auf der kleineren Insel wird darüber hinaus der Beitrag erneuerbarer Energien zur Ausweitung der Stromversorgung auf 24 Stunden untersucht.

Ein Energynautics-Team reiste Ende Januar 2018 nach Indonesien und untersuchte die Stromversorgung auf den Inseln mit Messgeräten vor Ort.

Kunde:
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ)

Projektdauer:
2017 – 2018

PV Anlage auf der kleinen Insel

Alter Dieselgenerator auf der kleinen Insel

SCADA Center auf der größeren Insel

Biogas-Speicher auf der größeren Insel

Generatorregelung eines der Dieselgeneratoren