Kick-off und Experten-Training zu Smart-Grid-Technologien in Athen
Mit einem offiziellen Kick-off in Athen fiel am 4. Mai 2026 der Startschuss für ein neues Projekt zum Ausbau von Smart-Grid-Technologien in Griechenland. Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH organisiert den Auftakt als Teil der übergreifenden Initiative „Technical support for a green and smart electricity system in Greece“ (Grids4Greece). Als technischer Projektpartner der GIZ hielt Energynautics ein Training zu Netzdigitalisierung für über 60 Branchenverter ab und wird das Projekt auch zukünftig mit technischer Expertise begleiten.
Intelligente Netze als Rückgrat der Energiewende
Die Transformation konventioneller Stromnetze in Smart Grids schafft die Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Energiewende. Die Digitalisierung erlaubt es Netzbetreibern, ihre Systeme in Echtzeit zu überwachen und dezentrale Erzeugung, Speicher sowie flexible Verbraucher dynamisch zu steuern. Diese technologischen Fortschritte sichern die Netzstabilität und bilden die Basis für die großflächige Integration erneuerbarer Energien.
Das Projekt baut auf den bisherigen Fortschritten der Netzmodernisierung auf, die griechische Netzbetreiber bereits erzielt haben. Durch die Etablierung einer fundierten Grundlage zur Leistungsmessung und strategische Investitionen in Smart-Grid-Technologie unterstützt es die griechische Regulierungsbehörde (RAAEY) sowie die Netzbetreiber IPTO und HEDNO S.A. bei der weiteren Gestaltung der Netzdigitalisierung.
Kernziele und technische Schwerpunkte
Ein Expertenteam von Energynautics unter der Leitung von Geschäftsführer Dr. Eckehard Tröster unterstützt die Projektpartner in drei zentralen Bereichen:
- Smart-Grid-Indikatoren: Entwicklung eines validierten Systems von Leistungskennzahlen (KPIs) basierend auf Vorschlägen von ACER und CEER, um den Ausbaufortschritt messbar zu machen.
- Digitalisierungs-Assessment: Umfassende Analyse der aktuellen Infrastruktur und Vergleich mit anderen EU-Mitgliedstaaten, um spezifische Hürden für den Smart-Grid-Ausbau zu identifizieren und zu beseitigen.
- Strategische Roadmap 2040: Erarbeitung praxisnaher regulatorischer und operativer Empfehlungen, die als Leitfaden für langfristige Investitionen in Übertragungs- und Verteilnetze bis zum Jahr 2040 dienen.
Wissenstransfer und Stakeholder-Alignment
Das Kick-off-Meeting in der griechischen Hauptstadt diente der engen Abstimmung der Projektmethodik und Implementierung. In der begleitenden Schulung vermittelten die Experten von Energynautics ein gemeinsames technisches Fundament für alle Beteiligten.
Das Programm bot einen strukturierten Überblick über aktuelle Technologietrends und etablierte EU-Regulierungsrahmen. Besondere Schwerpunkte bildeten dabei kritische Erfolgsfaktoren wie Datenmanagement, Cybersicherheit sowie der Einsatz künstlicher Intelligenz (KI), um die praktischen Herausforderungen bei der Modernisierung komplexer Stromnetze zu meistern.
Copyright: Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH


