Neuer Bericht veröffentlicht

Energynautics unterstützt TenneT bei der Bewertung der Marktintegration hybrider Offshore-Windparks

Aufbauend auf der Zusammenarbeit im Rahmen des North Sea Wind Power Hub erstellten Energynautics und Ea Energy Analyses eine gemeinsame Studie für den Übertragungsnetzbetreiber TenneT zur Bewertung von Gebotszonendesigns für hybride Offshore-Windparks. Der Abschlussbericht wurde am 16. Februar 2026 veröffentlicht und liefert fundierte Erkenntnisse zur Marktintegration hybrider Offshore-Projekte.

Marktintegration hybrider Interkonnektoren

Hybride Offshore-Windparks markieren einen grundlegenden Wandel gegenüber klassischen radialen Anbindungen. Diese Anlagen fungieren zeitgleich als Anbindung für Offshore-Stromerzeugung und als grenzüberschreitende Interkonnektoren. Diese Doppelrolle bietet erhebliches Potenzial für den grenzüberschreitenden Handel, während sie gleichzeitig die Komplexität des Marktdesigns deutlich erhöht.

Fortschrittlicher Modellierungsansatz

Mit Fokus auf ein fiktives 2037 Szenario entwickelte das Team eine hochdetaillierte EU-weite Netztopologie zur präzisen Abbildung des europäischen Markthandels. Die Studie wurde als lastflussbasiertes Marktmodell (Flow-Based Market Coupling, FBMC) umgesetzt, wobei n-1-sichere Netzconstraints aus der zukünftigen Typologie abgeleitet wurden. Dabei wurde durchgehend Advanced Hybrid Coupling (AHC) verwendet. Um die Gesamtsystemkosten zu bewerten, wurde abschließend eine n-1-Redispatch-Optimierung durchgeführt.

Die Methodik nutzte eine iterative Schleife zwischen Balmorel für die Marktoptimierung (EA Energy Analyses) und PyPSA für die Netzanalyse, das FBMC-Constraint-Engineering und die Redispatch-Optimierung (Energynautics). Dieses Vorgehen ermöglichte die Quantifizierung der vollen Kosten von Netzengpässen.

Vergleich der Marktkonzepte

Zwei grundlegende Konfigurationen wurden untersucht: Offshore-Gebotszonen (Offshore Bidding Zones, OBZ), bei denen Offshore-Hubs als separate Gebotszonen fungieren, und das Home Market Modell (HM), bei dem Offshore-Hubs bestehenden Onshore-Gebotszonen zugeordnet werden.

Zentrale Ergebnisse

Die Studie macht die Effekte der unterschiedlichen Marktintegration sichtbar, sowohl aus Markt- als auch aus Systemperspektive. Des Weiteren liefert sie erste Hinweise auf FBMC-Effekte, die quantifiziert und in Bezug auf Offshore Gebotszonen diskutiert werden. Damit schafft sie eine fundierte Wissensgrundlage für die zukünftige Marktintegration hybrider Offshore-Projekte.

Detaillierte Informationen zu den Ergebnissen und zur Methodik finden Sie in der Projektreferenz inklusive vollständigem Bericht, der auf unserer Website zum Download bereitsteht.